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Die Hofstellen nach der Dismembration 1829

Ausschnitt aus der Karte von der Feldmark Arnsdorf (2 Teile) - hier Teil 1  Brandenburgisches Landeshauptarchiv (BLHA) 24 Hoyerswerda K 14 A/ÜF Ausschnitt aus der Karte von der Feldmark Arnsdorf (2 Teile) - hier Teil 1 | Brandenburgisches Landeshauptarchiv (BLHA) 24 Hoyerswerda K 14 A/ÜF.

Nach Abschluss der Dismembration (Aufteilung eines Gutsbesitzes) des Ritterguts Ruhland, die in den Jahren 1825 bis 1829 durchgeführt wurde, gab es in Arnsdorf 41 Hofstellen. Dabei wurden den eingesessenen Hüfnern genau bemessener Grundbesitzt zugewiesen. Diese Zuweisung erfolgte in einem Rechtsakt, der gut dokumentiert wurde. Die meisten (nicht alle) Dismembrationsakten für Arnsdorf befinden sich im Staatsfilialarchiv Bautzen. Einige Akten befinden sich auch beim Landkreis Spree-Neiße/Wokrejs Sprjewja-Nysa, Fachbereich Kataster und Vermessung, Vom-Stein-Straße 30, 03050 Cottbus. Die Akte der Familie Hoyk (den Vorfahren meiner Urgroßmutter) ist bisher leider nicht auffindbar.

Die nebenstehende und original handkolorierte Dismembrationskarte 24 Hoyerswerda K 14 G/ÜF (Scheidemantel & Gewiß, 1829) zeigt den Ortskern im Jahr 1829. ACHTUNG! Norden ist unten!

Gut zu erkennen ist hier der unbegradigte Verlauf der beiden Flüsse »Ruhlander Schwarzwasser und »Sieggraben«. Besonders der Sieggraben hatte zuvor (bis wann?) einen natürlichen mäanderförmigen Verlauf und schlängelte sich daher westlich des Ortskerns (auf der Karte ganz rechts) durch die Gärten.

Ebenso verlief vor 1830 das Schwarzwasser in Bögen durch die heutigen Grundstücke zwischen Hauptstraße und dem begradigtem Schwarzwasser. Ein Stück dieses Verlaufes ist noch ganz links am Rand der Karte zu erkennen und vom Vermesser dort eingezeichnet worden.

Über einen Friedhof verfügte Arnsdorf zu dieser Zeit noch nicht. Alle Verstorbenen wurden auf dem Leichenweg nach Ruhland getragen. Den Anfang des Leichenweges sieht man links der Hofstellen Nr. 28 Schimanz + 29 Munack + 30 Höna. In meiner Kindheit war dort noch der Rest eines Weges zu erkennen (Grundstück ehemals Post-Fiedler). Der Karte zufolge handelte es sich wohl um einen relativ breiten Weg. Er endete in der Nähe des heutigen Sportplatzes am Gebäude Ludwig-Jahn-Straße 17. Da das Gebiet dort unbebaut war, ging er dann in einen kleinen Pfad über.

Den alten Leichenweg kann man heute noch nachgehen. Er ist jedoch teilweise übebaut oder zugewachsen. Ich werde versuchen, später eine Karte des Weges zu erstellen.

Der Ortskern um 1830

Die nächste Karte zeigt die historische Lage dieser 41 Hofstellen in Bezug auf die gegenwärtige Bebauung. Das Koordinatensystem der georeferenzierten Darstellung ist Spherical Mercator (EPSG:900913/EPSG:3857). Die Georeferenzierung erfolgte mit Hilfe der o.g. Dismembrationskarte über die vier Mittelpunkte der Brücken, da davon ausgegangen werden kann, dass die Position der Brücken über lange Zeit unverändert geblieben ist.

Zu den Hofstellen gehörten noch weitere externe Liegenschaften, die auf dieser Karte nicht zu sehen sind.

Drücken Sie Shift + Alt, um die Karte mit der Maus zu drehen.

Hofstellen

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